König Ludwig & die Schoscha

Während meines Studiums in der Schweiz erhielt ich den Auftrag ein großes Hotel einzurichten. Nach dessen Umsetzung entstand in mir eine neue Idee für ein einzigartiges Konzept einer Gastronomie mit Ladengeschäft, Kunst und Kultur.

Kaffeebar & Ladengeschäft 37°

Am Lindauer Hafen in den ehemaligen Warteräumen von König Ludwig konnte die Idee geboren werden. Das Kind bekam den Namen Kaffeebar & Ladengeschäft 37°. Es wuchs schnell heran und entwickelte sich prächtig. Hier war es möglich alles zu erwerben, was man sah, einem gefiel oder schmeckte: Die Kaffeebohne, die Cappuccinotasse, das Buch, die Antipasti, der Stuhl auf dem man saß, das Kunstwerk an der Wand, die Lampe über dem Tisch oder gar den Tisch selbst. So entstand immer wieder ein neues Bild in den Räumlichkeiten und ich hatte die Möglichkeit meiner Kreativität fortwährend freien Lauf zu lassen.

Die Kombination von alt und neu unterschiedlicher Epochen und Länder macht lebendig
und rund.

Warum Schoscha? 

Woher kommt dieser Name? Mein Lieblingsopa nannte mich Schoscha, anstatt Sonja, in besonderen Momenten. In besonders lieblichen Momenten.

Als ich meinen 40sten Geburtstag feierte, bekam ich ein Geschenk von einer Freundin, die von alldem nichts wusste. Sie schenkte mir ein Buch mit dem Titel ‚Schoscha‘ von Isaac Singer.

Der Name war mir bis dahin komplett in Vergessenheit geraten. Als ich in diesem Buch las, hatte ich das Gefühl meine Lebensgeschichte nochmals zu durchleben. Es ist bis heute eines meiner Lieblingsbücher.

Schoscha war wieder präsent und verschwand nochmals …

Jahre später stand ich in meinem Café hinterm Tresen und zwei Stammgäste, unabhängig voneinander, die nichts von meiner Geschichte wussten, bestellten ihre Getränke bei mir und nannten mich Schoscha. Ich war sehr berührt davon, spürte die Wohligkeit und Heimat von damals bei meinem Opa,  und gleichzeitig stellte sich das Gefühl ein: Das bin ich. Ich fühl mich wirklich als Schoscha. Der Name war präsent, geriet nicht mehr in Vergessenheit. Er beschrieb eigentlich die Sonja, wie sie wirklich ist. So war klar, dass mein neues Projekt so betitelt sein wird.